In meinem vorherigen Beitrag „Gleis-Schleife“ hatte ich schon erwähnt dass ich in meinem Gleisplanungsprogramm „Wintrack“ anfangs auch mit Gleisradien R3 = 425 mm im nicht sichtbaren Bereich geplant hatte. Um eine höhere Betriebssicherheit zu gewährleisten habe ich später beschlossen R4 = 484mm als kleinsten Radius zu verbauen. Beim Um-zeichnen wurden jedoch drei Gleissegmente vergessen, was schon dazu führte dass ich an der Rückseite der Anlage die Anlagenkante leicht anpassen musste.
Nun stellte ich fest dass, bedingt durch den größeren Radius, das Gleis auch an der Anlagen-Vorderseite bis an die Kante heran reichen würde. Abgesehen davon dass an dieser Stelle eine Weiche, also ein potenziellen Gefahrenpunkt so nah am Abgrund montiert werden sollte, würde dies später bestimmt nicht gut aussehen.

Nun stand ich vor einer Entscheidung an den größeren Radien festzuhalten oder die Anlagenkante zu erweitern. Da Planung und Bau einer Modellbahnanlage allzu oft mit Kompromissen verbunden ist, versuche ich nur die wirklich unumgänglichen einzugehen. So wurde die Anlagenkante um 8,5 cm nach außen verlegt, welches zusätzlich zum Arbeitsaufwand, den Nachteil hat dass der Durchgang zur Anlagenmitte von 60 cm auf 51,5 cm geschmälert wurde.





Nun kann die Arbeit am Bahnhof Kautenbach in die nächste Phase gehen und ich schließe diesen Bericht mit einer alte Weisheit, welche ich schon im Bericht „Gleis-Schleife“ zitiert hatte:
„Planung ist das Ersetzen des Zufalls durch den Irrtum.“


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